Die Zuger Landwirtschaft

Die Zuger Landwirtschaft profitiert von den fruchtbaren Böden zwischen dem Zuger- und dem Ägerisee, den Moränenlandschaften sowie den Talebenen. Zusammen mit den günstigen klimatischen Bedingungen bieten sie ideale Voraussetzungen für eine vielfältige landwirtschaftliche Nutzung.

Die Landwirtschaft prägt den Kanton Zug weit über ihre wirtschaftliche Bedeutung hinaus. Rund 100 km² der Kantonsfläche werden landwirtschaftlich genutzt – etwa zwei Drittel davon liegen im Berggebiet. Die Betriebe produzieren hochwertige Lebensmittel, pflegen die Kulturlandschaft und leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität sowie zur regionalen Versorgung.

Die Zuger Landwirtschaft ist insbesondere durch die Milch- und Viehwirtschaft geprägt: Mehr als drei Viertel der bäuerlichen Einkommen stammen aus der Tierhaltung. Gleichzeitig entwickeln sich die Betriebe kontinuierlich weiter – sie werden weniger, dafür grösser und effizienter.

Anzahl Landwirtschaftsbetriebe

Die Anzahl an Landwirtschaftsbetrieben nimmt seit Jahren schweizweit ab. Auch im Kanton Zug ist der Rückgang zu spüren. Seit dem Jahr 2000 nahm die Anzahl an Betrieben um 22 % ab (2025). Gleichzeitig wächst die durchschnittliche Betriebsgrösse kontinuierlich. Diese Entwicklung zeigt den anhaltenden Strukturwandel: Weniger Betriebe bewirtschaften grössere Flächen und investieren verstärkt in Effizienz und Nachhaltigkeit.

Tierhaltung prägt die Zuger Landwirtschaft

Die Tierhaltung bildet das Rückgrat der Zuger Landwirtschaft. Rund 372 Betriebe sind auf Weidevieh spezialisiert, während zahlreiche weitere Betriebe Geflügel, Pferde, Schafe, Ziegen oder Schweine halten.

Trotz der starken Siedlungsentwicklung verfügt der Kanton Zug weiterhin über wertvolle Ackerflächen. Die offene Ackerfläche umfasst rund 1'600 Hektaren. Knapp die Hälfte wird mit Getreide bebaut, ein ähnlich grosser Anteil mit Silomais oder Körnermais. Ergänzt wird die Fruchtfolge durch Ölsaaten.

Besonders bekannt ist der Kanton für seine Obstkulturen. Vor allem im Ennetsee wird Intensivobst angebaut, während in den Berggemeinden rund 49'000 Hochstammfeldobstbäume – insbesondere Kirsch- und Birnbäume – die Landschaft prägen. Die Zuger Kirschen geniessen dank Spezialitäten wie Zuger Kirsch und der Zuger Kirschtorte weit über die Kantonsgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf.